Sonntag, 20. Dezember 2009

Die erste Reise

Hi alle miteinander,
kurz nachdem ich meinen letzten Post veroeffentlicht hatte, hab ich ein paar Israelitinnen getroffen und mich mit denen ein wenig unterhalten. Es hat sich getroffen das sie an diesem Tag den ersten Tag des Hannuka Festes zelebriert hatten. Das is schon mal ziemlich cool, find ich zumindest, an anderen Kulturen teilzuhaben oder eher gesagt, es einmal miterleben zu koennen.

Am naechsten Tag hat sich der Markus, ein Kumpel den ich im Flugzeug kennegelernt habe ein Auto gemietet und wir sin dann beide ab nach Norden um uns dort das erste Bisschen von Neuseeland ausserhalb von Auckland anzusehen. Unsere Reise fuehrte uns als erstes in einen kleinen Ort namens Wellsfort, ein kleines Dorf im Norden von Auckland. Dort waren wir erstmal fix was einkaufen, so von wegen Wasser und Wegzehrung. Nach dieser kurzen Pause sind wir dann weiter den Highway Richtung Norden und machten in der Stadt Whangerei halt, was wohl die groesste Stadt in den Northlands ist. Jedoch ist dort ueberhaupt nichts los. Wir haben uns dann in ein Hostel fuer eine Nacht eingemietet. Dieses Hostel war wirklich sehr familiaer. Ein aelteres Ehepaar hat ihr Heim in ein Hostel umgewandelt und es sah wirklich extrem nach einem Haus aus in dem alte Leute wohnen. Die anderen Leute die wir dort trafen waren auch nicht juenger als 26.

Weil uns dieser Ort recht wenig gab sind wir dann auch gleich nach dem Auschecken weiter nach Norden zum Bay of Island, genauer gesagt nach Paihia. Dort in ein anderes Hostel, was wie sich rausstellen sollte, ebenfalls zu der Sorte ruhig gehoerte. Man konnte jedoch dort kostenlos Kayaks ausleihen wovon wir anfangs auch freudig Gebrauch machten. Als wir dann jedoch auf dem Meer waren und schon ein Stueckchen auf eine andere kleine Insel zugepaddelt waren, drehte sich der Wind und trieb uns direkt auf einige Felsen zu. Als wir dann nach einem Ausweg suchten und von diesem Riff runter zu kommen blieb nur der Schluss Aussteigen und das Boot zum Strand tragen und wieder zurueckpaddeln. Aufgrund dessen das ich allerdings keine Schuhe mit hatte, hab ich mir dort uebel die Fuesse aufgeschnitten und die sehen jetzt immernoch nich besser aus. Auf dem Weg zureuck zum Hostel hab ich auch immer einen kleinen Fleck Blut auf dem Fussweg hinterlassen, was fuer die anderen Fussgaenger dann im Nachhinein befremdlich gewirkt haben koennte.
Am Abend sind wir dann in eine Bar mit Livemusik gegangen. Dort hat sich eine Jamband zusammengefunden die sehr geile Musik gemacht hat. Von aktueller Musik die im Radio laeuft wie "The Sex is on Fire" (ich weiss der heisst irgendwie anders) bis zu Klassikern wie "Sweet Home Alabama".
Am naechsten Tag haben wir dann wieder Fernando, von dem ich schon erzaehlt habe, getroffen und am Abend in sein Hostel und dann mit einigen anderen Leuten in eine Bar. Dort wiederrum einiges an Alkohol konsumiert, wie das scheinbar hier in Neuseeland ueblich ist.
Am 3. Tag in Paihia haben wir dann einige aus unserer alten Gruppe aus dem Flugzeug wieder getroffen, (Ja wie klein die Welt doch ist) und dann mit Ihnen am Strand einen Wein getrunken.

Nach einem gemeinsamen Fruehstueck mit den beiden sind wir dann weiter Richtung Westen und sind dann auch am Matai Bay vorbei, fuer mich bisher der schoenste Strand Neuseelands. Schneeweisser Sand grosse Duenen und keine Menschenseele.


Danach war unser naechster Stop Pukenui, ein Ort auf dem Weg zum Cape Reinga. Kurz nachdem wir dort eingecheckt hatten sind wir dann auch zum 90 miles Beach um den Sonnenuntergang anzuschauen.
Nach einer Nacht, in der wir wohl das komplette Hostel fuer uns allein hatten sind wir dann wohl zum noerdlichsten suedlich Punkt der Welt gefahren, Cape Reinga. Es war wirklich eine atemberaubende Sicht, komplett umgeben von mehr Stand an einer Klippe ein kleiner Leuchtturm. Hier also Traf sich das Tasmanische Meer und der Pazifische Ozean. Ein kleines Schild zeigte ebenfalls einige Distanzen zu Orten auf der ganzen welt an, London zum Beispiel war so um die 18000 km entfernt. Nach diesen Eindruecken sind wir dann nach einiger Zeit wieder ins Auto eingestiegen und wieder Richtung Sueden gefahren, wobei unser naechster Halt Kaikaia war und dieser war ungewollt.

Nachdem wir eine Kreuzung ueberfahren hatten, hoerten wir aufeinmal ein quietschendes und sehr beunruhigendes Geraeusch, was wir auf die Achse oder etwas aehnliches diagnostizierten. Also, an die Seite gefahren und die Autovermietung angerufen. Diese schickten dann ca. 20 Minuten spaeter einen Mechaninker vorbei der uns, nachdem er sich das Problem angehoert hatte, aufgefordert hatte ihm zu folgen. Nachdem er das Gefaehrt aufgebockt hatte und den Reifen loeste und etwas mit einem Schraubendreher an den Bremsen arbeitete fiel ein winzig kleiner Stein heraus der das Problem verursacht hatte. Als wir dann nach unserer Schuldigkeit fragten, meinte dieser das es kostenlos waere und das hat mich wieder umgehauen, weil in Deutschland waerst du damit nicht um 80 Euro aermer geworden.

Danach setzten wir unsere Fahrt fort und hielten dann an einer kleinen Farm abseits des Highways und dort hatten wir wiederum das komplette Hostel fuer uns alleine und man konnte ungehindert wirklich alle Sterne sehen. Dort gab es ebenfalls eine Katze die von allen Bewohnern sofort Besitz ergreift.

Nach einer seit langem wieder ruhigen Nacht fuhren wir dann wieter Richtung Sueden und hielten im Waipua Forest wo wir einen der groessten Baeume der Welt sahen. Dieser hatte einen Stammumfang von 17 Metern und man braeuchte angeblich bis zu 14 Personen um ihn zu umgreifen. Natuerlich kann man das nicht ausprobieren, da der Weg abgegrenzt und erhoeht ist, damit man nicht die Wurzeln dieses Meisterwerks der Natur nicht beschaedigt. Ein Guide hatte ebenfalls gemeint, dass man mittlerweile auch schon einen Baum gefunden hat der einen Umfang von 21 Metern hat, jedoch waere eine Wanderung dorthin sehr zeitaufwaendig und wir hatten schon ein Bisschen Eile, da wir am naechsten Tag das Auto abgeben mussten.

Also sind wir wieder Los und sind dann den kurvigsten Strassen die ich je gesehen habe Richtung Daggerville, dort haben wir bei Subway etwas zu Mittag gegessen und sind dann straight Richtung Auckland gehietzt. Dort wieder angekommen haben wir in unserem letzten Hostel wieder eingecheckt und dann ein kostenloses BBQ zu uns genommen.
Die letzten beiden Tage waren dann ein wenig langweilig und ich muss mal guckn was ich jetz mache. Ach es ist schoen wenn man eigentlich keinen Stress hat und eigentlich nur von Tag zu Tag plant.
Nun denn, ich habe gehoert es soll zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder weisse Weihnachten geben, was mich ein wenig ankotzt, da ich nicht da bin. Nun ja, bei mir ist es grad 11 Uhr morgens und es sind angenehme 20 Grad Celsius und ich werde wahrscheinlich Weihnachten am Strand oder in einer Bar verbringen, muss ich halt mal guckn xD. Ich wuensch euch auf jedenfall frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich werde dort jedenfalls 12 Stunden eher sein als Ihr. Hehehe.
Bis denn. Lg Ben

Anhang: auf Anraten meines Bruders, hier ist ne Karte von allen Orten

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Donnerstag, 10. Dezember 2009

Ein kleines Stueck vom Paradies

Hi alle miteinander.
Auckland ist echt der Wahnsinn, ueberall triffst du neue Leute aus aller Herren Laender und unterhaeltst dich mit denen und trinkst ein paar Bier mit denen. Letzte Woche war ich mit zwei US-Amerikanern, einem Norweger und einigen Deutschen zusammen im Kino und wir haben uns "Zombieland" angesehen. Weiterhin haben wir mittlerweile gute Kontakte zu einem Argentinier, mit dem man sich super ueber das Thema Sozialismus unterhalten kann, da er selbst von einer sehr linken Uni kommt, und einem Kanadier, der uns einmal Muscheln gekocht hat.
Hinzu kommt, das alles hier um einiges chilliger ablaeft als sonst irgendwo. So von wegen Bankkonto eroeffnen, ich bin da letzte Woche hingegangen um eins zu eroeffnen und die ham mich eigentlich fuer letzten Montag bestellt, doch heute bin ich erst hin und das war fuer die gar kein Problem.

Bei unserer Einfuehrungsveranstaltung kam nach einiger Zeit ein Kerl rein, der sich als Dan vorgestellt hat. Und dieser Mensch hat seine Tour fuer die Waiheke Island vorgestellt. Waiheke Island ist eine kleine Insel im Osten von Auckland und wir ham uns gedacht das es sich bestimmt lohnen wuerde sich die mal anzusehen und wenn ihr diesen gechillten Mann gesehen hattet, waeret ihr bestimmt auch mitgekommen.
Nachdem wir also am Dienstag mit der Faehre auf die kleine Insel uebergesetzt hatten und er uns zu unserem Hostel gebracht hatte, haben wir schon einmal einen kleinen Einblick in die Schoenheit des Landes bekommen. Weisse lange Straende mit tuerkisblauem Meer. Es war wie ein kleines Stueck vom Paradies auf Erden.


Das Hostel in das wir eincheckten, hatte direkten Blick aufs Meer und es gab eine Treppe mit 200 Stufen direkt runter zum Strand. Also nachdem wir unser Zeug in unsere Zimmer gestellt hatten sin wir direkt runter zum Strand und ham dort den Nachmittag verbracht. Am Abend haben wir uns wieder mit dem Argentinier, sein Name ist Fernando und J.T. dem Kanadier getroffen und wieder ein paar Bierchen zusammen getrunken und mit fortlaufendem Abend kamen wir dann auf die Idee runter zum Strand um dort Sterne anzuschauen, was wir dann auch letztendlich taten.

Am naechsten Tag machten wir dann die Tour ueber die Insel. Unser erster Stop war eine Rundtour durch, ich wuerde sagen den Regenwald, obwohl das voelliger Bloedsinn is, aber so kam es mir vor. Ein echt dichtes Waldstueck haben wir durchlaufen und wir wurden auch daraufhingewiesen auf keinen Fall den Pfad zu verlassen, weil man sich hier leicht verlaufen kann. Naja, nachdem wir einiges an Strecke geschafft hatten kamen wir dann zu einem kleinen Wasserfall, der trotzdem sehr beeindruckend war.


Nach dieser kleinen Wanderung folgte eine Wein und Bierverkostung, welche wir im Schatten eines Sonnenschirmes vollzogen. Danach fuhren wir dann weiter ueber die Insel, hielten an einigen sehr schoenen Aussichtspunkten an und machten Fotos. Danach fuhren wir an einen Strand und machten dort eine BBQ.

Diesen abenteuerreichen Tag liessen wir dann ruhig mit einigen heftigen Diskussionen mit einer anderen Deutschen aus unserem Hostel ausklingen und fuhren dann am naechsten Tag am Abend wieder zurueck.

So weit erstmal, ich moechte nur noch erstmal sagen, das man hier wirklich aufpassen muss, dass man sich staendig und an allen Stellen mit Sonnencreme einschmiert, weil man hier echt schnell einen Sonnenbrand bekommt auch an nur vereinzelten Stellen die man uebersehen hat.

Was ich auch noch erwaehnen moechte ist, dass wir als wir zur Faehre gegangen sin, hatten wir uebelstes Gleuck und zwar hatte der Dan vergessen alle unsere Tickets fuer uns zu reservieren, es war eigentlich nur eins fuer uns zurueckgelegt und der Mann am Ticketschalter hat uns dennoch 6 weitere, ohne groessere Probleme gegeben, das ware in Deutschland niemals denkbar.

Hier nun mein Bild der Woche:

Ja, das ist Auckland, man mag es kaum glauben, doch hier gibt es ueberall solche kleinen, ich nenn sie jetzt mal Parks die einen das Gefuehl geben das man im Urwald ist.

Nun ja, ihr findet wieder alle Fotos von Waiheke und der ersten Woche im Studivz, wenn diese Inetverbindung sich ma ausmehren wuerde.
Bis dahin.

Lg Ben

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Willkommen vom andren Ende der Welt






Good Morning Ladys and Gentleman,



allem Anschein zum Trotz, ich bin Angekommen!!!! Hier erst einmal die Fakten: Es is 12.35uhr, es ist 18 Grad warm und man merkt das der Anfang des Sommers vor der Tuer steht. (Ich will mir jetz erstmal net die Muehe machen die Belegung der Umlaute zu erforschen)



Nach einer 4stuendigen Fahrt mit dem ICE und des Shuttles zum Terminal 2 traf ich zum ersten Mal auf die Menschen mit denen ich nach NZ aufbrach. Als wir uns ein wenig kennengelernt und die ein oder andere Zigarrette geraucht haben, setzten wir uns noch zu MCns um gestaerkt auf die Reise gehen zu koennen. Um 19uhr war boarding, und wir brachen etwas verspaetet in das Abenteuer unseres Lebens auf. Unser Flug ging ueber Russland, Sibirien und die Mongolei. Hinzu kam, das wir etwa 4 km ueber den Himalaya flogen. Ein Anblick den ich leider nicht in ein Bild fassen konnte.


Als wir dann nach ca. 10 Stunden endlich in Seoul ankamen, setzte der Jetlag richtig ein. Alle waren am Ende und wollten eigenlich nur pennen, dabei war es halb 3 Uhr Ortszeit. Was taten wir also, als deutsche Touris???
RICHTIG, jeder ein Erdinger Weissbier und der Flug war gerettet.xD

Dann brachen wir 17.10uhr auf um dann den 2. und noch etwas laengeren Flug zu bekommen, der uns dann schlussendlich ans andere Ende der Welt brachte.


Dieser war dann doch etwas erholsamer, ich schlief von den 11 Stunden ca. 5 und war damit sehr erfrischt und der erwartete Jetlag blieb bis zu diesem Moment aus.

In Auckland nahm uns ein Maori in Empfang der uns den hoechsten Punkt der Stadt zeigte, ein Vulkan von dem man einen Wahnsinnsblick ueber die ganze Stadt hat. Da ich hier nicht alle Bilder hochladen moechte, werde ich sie in ein Album im Studivz zusammenfassen.


Im Moment bin ich glaub ich mit noch 3 Maedels in einem Raum, wenn ich mich nicht taeusche. Ich hab meine Zimmermitbewohner noch net kennengelernt. Naja, die ersten Tage werd ich wohl ueberleben^^


Die heutige Planung sieht wohl so aus, dass ich mit an einem Pokertunier teilnehme, welches einen kostenlosen BuyIn hat und wenn man gewinnt bekommt man 100$, was ja fuer den Anfang gar nicht schlecht waere. Hinzu kommt das es hier im Hostel am einer gewissen Uhrzeit Freipizza gibt, die werde ich dann glaub ich mir auch zu Gemuete ziehen.

Nun ja, ich werd dann ma noch etwas mit der Gruppe unternehmen, und da ich weiss das ihr das sowieso erst in ca. 12 stunden lesen werde, wuensch ich mir schon mal eine gute Nacht.

Lg Ben


ps.: Clemens, du hattest Unrecht xD

pps.: Ich werde ab jetzt immer ein Bild der Woche oder sowas einfuegen, hier ist mein erstes:


Das war die erste Aktion des Maori als er uns auf den Vulkan fuhr. ^^