Montag, 12. Dezember 2011

Blog im neuen Design

Hey Leute,
ich hab mir mal in den letzten Tagen die Mühe gemacht und meinen Blog ein wenig optisch aufgearbeitet. Ich finde jetzt sieht es irgendwie wesentlich besser aus als vorher, ich hoffe es gefällt euch auch.
Bei meinen arbeiten bin ich auch bei Youtube auf ein Video gestoßen was mich an eine Dokureihe erinnert hat. Und zwar wäre das BBC Planet Earth. Das sind 11 Dokumentationen über unsere Erde, immer mit verschiedenen Gesichtspunkten. Ich hab mir die mit ein paar Leuten hier in Kanada mal angesehen und die Bilder sind einfach überragend. Hier mal ein kleiner Vorgeschmack.



Also wenn euch einen Abend mal ein wenig langweilig ist, dann schaut euch doch einfach mal eine von den Dokumentationen an und wenn man sowieso schon ein bisschen Reiselust in sich trägt dann wird diese auf jeden Fall noch einmal angeregt.
Lg Ben

Dienstag, 6. Dezember 2011

Der Winter beginnt


Hallo meine lieben,
ja, hier in Victoria hält nun langsam der Winter Einzug. Der erste Hinweis dafür das es streckenweise über Tage hinweg regnet. Diese Einschätzung habe ich mir schon vor ein paar Monaten anhören dürfen, als ich verschiedene Leute gefragt habe wie denn der Winter hier wird. Ich dachte das wäre vielleicht ein wenig übertrieben, doch wie es hier teilweise regnet ist nicht mehr feierlich. Im Moment allerdings scheint wieder die Sonne. Da fällt mir ein, heute ist ja der 6. Dezember, also allen einen schönen Nikolaustag.

Nun ja, ein paar Tage nach meinem letzten Blogpost bin ich mit ein paar Freunden von mir zum Mt. Washington gefahren. Das ist vermutlich der höchste Berg auf der Insel mit rund 1500m Höhe. Gleichzeitig ist es ein Skigebiet und wir wollten einfach mal hinfahren und das mitnehmen. Wir haben im Vorfeld eine Autovermietung gefunden die auch an unter 21 jährige vermietet, was die ganze Sache wesentlich günstiger gemacht hat, da wir die Kosten durch 5 teilen konnten. Auf jeden Fall sind wir dann zweieinhalb Stunden dort hoch gefahren und jeder von uns durfte mal hinters Lenkrad. Wenn man dann die Ausfahrt vom Highway nimmt sieht man auch gleich die erste Aufforderung nur mit Winterreifen weiter zu fahren. Danach ging es 20 Minuten steil den Berg hoch. Als wir dann auf einem Parkplatz ankamen war es dann auch urplötzlich -6° kalt (was verhältnismäßig zu anderen Temperaturen in Kanada noch warm ist). Da die Lifte noch nicht fuhren haben wir uns dazu entschieden dort hoch zu laufen, was sich dann doch teilweise schwieriger erwies als gedacht. Teilweise lag auch schon Schnee auf dem Gipfel. Man darf dabei nicht vergessen das es Anfang November war. Nach einer doch recht anstrengenden Wanderung war die Aussicht allerdings mehr als entschädigend. Da wir die einzigen dort oben waren.


Als wir dann wieder unten waren haben wir uns überlegt was wir noch mit dem angefangenen Tag machen wollten, also haben wir uns dazu entschieden noch eine Wanderung an einem Fluss bei Courtney zu machen. Courtney ist eine Stadt unweit von Mt. Washington. Danach haben wir uns dann wieder auf den Rückweg gemacht und waren dann wieder gegen 8 in Victoria.

Der sogenannte Remembrance Day hier in Victoria war doch sehr interessant. Das Restaurant in dem ich arbeite schwimmt quasi auf dem Meer und liegt demnach auch am Hafen und an diesem Feiertag schießt das Militär Artillerie Kanonen ab und diese Standen keine 10m Luftline von uns entfernt. Jedes Mal wenn also eine dieser Kanonen abgefeuert wurden, dann hat das ganze Restaurant vibriert und man hatte Angst das die Scheiben bersten, was natürlich nicht passiert ist.

Die meiste Zeit hab ich natürlich mit arbeiten verbracht und ich finde es echt erstaunlich wie schnell hier die Zeit vergeht. Ich bin auch häufiger auch mal in dem Hostel wo noch ein paar von meinen Leuten wohnen bzw. arbeiten und jeden Sonntag spielt dort eine Band Bluegrass. Das ist eine etwas Country angehauchte Musikrichtung und anscheinend kann man dort immer ziemlich leicht einsteigen auch wenn man kaum Ahnung von einem Instrument hat. Auf jeden Fall regen wir uns immer darüber auf wenn wir die sehen, weil wir dann wissen das schon wieder eine Woche vergangen ist.

Gestern war ich mit noch 2 anderen auf Galliano Island. Das ist eine vorgelagerte Insel zwischen Victoria und Vancouver und man kommt ziemlich einfach dort hin. Wir sind mit dem Bus bis zum Fährenhafen gefahren und dann mit einer Fähre auf diese Insel. Das war echt cool, man kommt von der Fähre runter und man ist quasi im Nirgendwo. Nur vereinzelt stehen Häuser an den Straßen und man trifft eigentlich keine anderen Menschen, nur manchmal fuhren Autos an einem vorbei. Wir sind dort dann ein wenig herum gelaufen und haben echt geile Stellen gefunden mit einer großartigen Aussicht. Das geilste allerdings war, als wir auf einer Straße liefen, kamen plötzlich aus dem Wald 2 Rehe die in aller Ruhe die Straße überquerten und sich an unseren Anwesenheit nicht wirklich stören ließen. Wir sind dann also bis auf 2m an diesen beiden Tieren vorbei gelaufen.

Der einzige was ein bisschen blöd war, ist das ich mein Handy geschrottet habe als ich einmal ausgerutscht und hingefallen bin. Deswegen musste ich mir heute ein neues kaufen und hab demnach keine Nummern mehr auf diesem, deswegen wäre es ziemlich cool wenn ihr mir eure Nummern mal per Email etc. schreiben könntet.

Nun hat ja auch die Weihnachtszeit angefangen und die Menschen hier sind doch ein wenig merkwürdig was ihre Dekoration angeht. Jeder der ein Haus besitzt schmückt dieses mit Lichterketten bis zum Umfallen und das wirkt dann teilweise echt übertrieben. Anscheinend stehen die immer im Wettbewerb mit jedem Nachbar wer denn die "schönste" Beleuchtung hat und das nimmt dann teilweise Ausmaße an die nicht mehr schön sind, sondern einfach nur übertrieben.

Nun ja, das war es jetzt erstmal wieder von mir. Ich werde dann wahrscheinlich mich im neuen Jahr wieder melden. Bis dahin.
Lg Benny

Dienstag, 8. November 2011

Von Thanksgiving bis Halloween

Hey Hey,

wieder ist ein Monat um und ich hab wieder mal einiges zu berichten. Ich fange am besten Mal am 10. Oktober an, da war nämlich in Kanada Thanksgiving, was einige vielleicht verwirren wird, da man in den USA Thanksgiving erst Ende November feiert. Naja, wie dem auch sei, ich hatte eine Einladung von der Familie meiner Freundin Tammi erhalten, die ich natürlich dankend angenommen habe. Ihre Eltern wohnen in einem Suburb von Victoria, welches ungefähr 20 Minuten von der Innenstadt entfernt liegt. Als wir dort ankamen, also ich Tammi, ihr Bruder und ihre Mitbewohnerin, bestand der erste Teil des Abends aus Socialising und ich konnte mal ihre Eltern kennen lernen. Sie hatten eine kleine Bar eingerichtet mit Bier und wirklich gutem Whiskey und Wodka. Im Verlaufe des Nachmittags kamen dann auch noch weitere Freunde der Eltern und zu Beginn des Abendessens waren wir dann zu zehnt. Das Essen war wohl der Beste Teil des Abends, vermutlich daher gerührt das man als Backpacker sich nur schlechtes Essens leistet. Es war ein 4 Gänge Menu mit Salad, Suppe, dann Truthahn mit Blumenkohl, Kartoffeln und guter Wurst etc. Am Ende des Abends war ich dann doch leicht angeheitert von Bier, Wein und etwas Whiskey, doch der Bruder von Tammi durfte nüchtern bleiben und uns alle nach Hause fahren.

Wenn man längere Zeit in einem Hostel lebt, bildet sich für einen irgendwann eine Bezugsgruppe, bei mir besteht die aus mir und 7 anderen Leuten und an unseren freien Tagen machen wir immer irgendwas zusammen. An einem Tag sind wir auf den Mount Douglas gewandert, was ein Berg in Victoria ist. Dieser ist ungefähr 260 Meter hoch und überragt damit ein wenig die Stadt. Laut Wanderroute währe die Zeit bis zum Gipfel ungefähr eine Stunde, doch wir haben es auf einem nicht ausgeschilderten Pfad in einer viertel St
unde geschafft, was zwar ziemlich anstrengend war, doch die Aussicht war grandios. Damit füge ich hier mal mein erstes Foto ein.

Mittlerweile kochen wir auch regelmäßig zusammen und der nächste Plan ist das wir am kommenden Montag zum Mount Washington fahren. Wir haben auch schon eine Autovermietung gefunden die an 20 Jährige vermietet, was zwar ein wenig teurer ist als wenn jemand mehr Fahrerfahrung hätte, aber immer noch günstiger als mit dem Bus zu fahren.

Wie bei jeder Auslandserfahrung muss man natürlich auch die Nationalsportart mal erfahren. In Kanada ist das eindeutig Eishockey. Hier in Victoria gibt es ein Hockeyteam welches eine Liga unter der NHL spielt, die Victoria Royals. An einem Freitag bin ich dann also mit 3 anderen Leuten aus dem Hostel zu einem Spiel von denen gegangen und ich muss sagen die Kanadier wissen wie man ein Sportevent zur Unterhaltung macht. Ich hatte zu Anfang das Gefühl ich wäre auf einem Rockkonzert. Überall Getränkestände für Bier für unmenschliche Preise und gute Musik über Lautsprecher.
Als die Heimmannschaft aufs Eis gekommen ist, wurde auf einmal die Arena ganz dunkel und ein Scheinwerfer hat auf den Eingang zur Eisfläche beleuchtet, Musik wurde eingespielt sowie Lichteffekte und Rauch. Was danach folgte fand ich irgendwie total unangebracht, doch anscheinend ist das typisch für den nordamerikanischen Kontinent. Es spielten an dem Tag Victoria gegen Seattle und eine Sängerin kam auf die Eisfläche, alle Zuschauer wurden aufgefordert aufzustehen und ihre Kopfbedeckungen abzunehmen damit sie die Nationalhymnen der USA und Kanada singen konnte.
Naja, danach konnte allerdings endlich das Spiel anfangen und ich muss sagen ich glaub ich habe einen Sport gefunden den ich mir in Zukunft auch in Deutschland ansehen werde. Dort geht es wirklich hart zur Sache und eigentlich ist fast alles erlaubt, selbst wenn sich zwei Spieler irgendwann mal schlagen sollten, gibt es dafür maximal 2 Minuten Zeitstrafe, danach hat sich das dann wieder gegessen.
Man spielt insgesamt 3 Drittel à 20 Minuten. Die ersten 2 waren zwar sehr interessant anzuschauen, doch fiel für keine der beiden Mannschaften ein Tor. Dafür wurde dann das letzte Drittel echt cool. 6 Tore in 20 Minuten, davon waren auch 2 in Unterzahl erzielt. Am Ende stand es dann 3:3 und es ging in die 5 minütige Verlängerung, wo auf jeder Seite anstatt 5 Spielern nur noch 4 auf dem Eis standen. Nach dieser Zeit gab es immer noch keinen Sieger was das Shootout bedeutet. Ich fand es ziemlich geil, dass bei meinem ersten Hockeyspiel es über die maximalste Zeit ging, die möglich ist. Am Ende gewann dann Seattle.
Ich muss aber noch was über die Stimmung los werden. Genau wie in Neuseeland damals bei dem Rugbyspiel der All Blacks haben die hier in Kanada auch kaum was von Fankultur gehört, was bedeutet, dass es während des Spiels meiste Zeit doch sehr ruhig war und wenn gelegentlich mal jemand versucht hat sein oder ihr Team anzufeuern hat sich das dann mit dem Versuch auch meistens erledigt, da niemand mit einsteigen will.

Kommen wir jetzt zu meiner jüngsten kulturellen Erfahrung hier in Kanada und das ist Halloween. Wenn man das mal mit dem vergleicht was man so in Deutschland erlebt, ist das was man bei uns macht gar nichts. Ein paar kleine Kinder verkleiden sich und ziehen von Haus zu Haus und fragen nach Süßigkeiten, damit war es das für Halloween bei uns. Hier sind die Leute schon ein wenig krank. Schon ein bis zwei Wochen vor dem eigentlichen Event fängt man an sein Kostüm zu gestalten und läuft dann auch schon damit auf der Straße rum. Es gibt sogar Läden die nur speziell Halloween Kleidung und Accessoirs verkaufen. Es gibt am Wochenende davor und am eigentlichen Tag, Halloween Partys in der gesamten Stadt und wenn man kein Kostüm hat, so wie ich zu dem Zeitpunkt als ich auf einer Party von einer Freundin war, wird man komisch angeguckt.

Nun ja, jetzt bin ich in ein Apartement gezogen was eigentlich dem Housekeeping Manager des Hostels Stefan gehört, doch der ist jetzt grade in Deutschland und ich kann für 400$ hier wohnen. Ist ziemlich geil, ich wohne im neunten Stock und hab einen ziemlich geilen Blick über die Stadt und aufs Meer. Nebenbei pass ich auch auf seine Katze auf, den Sammy. Sammy ist nicht kastriert und es ist teilweise echt anstrengend mit ihm da er jetzt grad ein wenig läufig ist. Weiterhin arbeite ich immer noch im Flying Otter Grill als Tellerwäscher und es ist ein wenig nervig das grad Winter wird und die Saison damit die Touristen deutlich zurückgegangen sind. Ich komm deswegen kaum auf 30 Stunden die Woche. Aber ich bekomme eine Mahlzeit pro Tag und aller 2 Wochen 70 bis 80$ Trinkgeld was doch gut dabei hilft Geld zu sparen.

So, damit wärt ihr alle wieder auf dem neusten Stand. Ich muss dann nochmal zur Bank und einen Check einreichen.
Wir hören von einander.
Lg Benny

PS: Ach ja, ich muss grad mal noch was über die Feiertage hier los werden, die haben hier anscheinend jeden Monat einen und am Freitag ist Remembrance Day, wo die hier den Soldaten gedenken die im Krieg gekämpft haben. Gott sei dank darf ich da arbeiten. Da bekomme ich doppelten Lohn.

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Wwoofing mal anders

Hey,
jetzt ist schon über ein Monat vergangen, dass ich das letzte mal geschrieben hab und das ist mir gar nicht richtig bewusst geworden. So viele Dinge sind derweil schon passiert, aber ich fange am besten mal von vorn an. Ich habe hier an meinem ersten Abend im Hostel einen anderen Deutschen kennen gelernt, was mittlerweile keine Seltenheit ist, da hier, genau wie in Neuseeland, so viele Menschen aus Deutschland sind, das es einen schon fast wieder annervt. Wie dem auch sei, er hatte hier einen Job in einem Restaurant bekommen und zwar als Dishwasher und Kitchenhand. Sein Plan war es nach einem Monat weiter nach Osten zu reisen und damit wäre dann seine Position frei geworden. Ich hatte mir die Option offen gehalten seinen Job zu übernehmen falls ich nichts anders finden sollte. Durch ihn hatte ich dann auch noch weitere Leute kennen gelernt mit denen ich jetzt noch regelmäßig Kontakt habe.

Als ich nach einer Woche regelmäßiger Bewerbungsschreiben keine Rückmeldungen bekommen habe, habe ich mich dazu entschlossen in dem Hostel in dem ich wohne anfange zu wwoofen. Wwoofen bedeutet "willing work on organic farms" und ja, man kann es auch hier in dem Hostel machen, obwohl es keine Farm ist. Ich hatte demnach hier im Hostel zweieinhalb Wochen gearbeitet, das heißt Betten machen, Toiletten säubern, Müll trennen, Küche reinigen und Flure und Treppen kehren und wischen. Das ganze 5 Tage die Woche. Dafür habe ich freie Unterkunft erhalten und 20 Ocean Island Dollar, was eine eigene "Währung" hier im Hostel ist, die man an der Bar ausgeben kann (auch für Essen). Im Rückschluss bedeutet das, dass ich einiges an Geld gespart habe.

Durch diese Arbeit habe ich natürlich auch andere Leute kennengelernt und wir haben einiges zusammen gemacht. So sind wir beispielsweise an einem unserer freien Tage in den Goldstream Park gefahren, was so ca. eine Stunde mit dem Bus entfernt ist. Dort haben wir dann eine mehrstündige Wanderung zu einer stillgelegter Zugbrücke, welche keinerlei Seitengeländer hatte, und einem Wasserfall gemacht. In der darauffolgenden Woche hat mich dann mein "Boss" (mehr oder weniger) mit zu einem Strand genommen. Er hatte ein Auto und wir sind so ca. anderthalb Stunden dorthin gefahren. Ich durfte die halbe Strecke fahren, was meine erste Fahrerfahrung im Ausland war. Wir sind dann am Strand lang gelaufen zu einer Stelle an der normalerweise keine Menschen sind, immer auf der Suche nach Braunbären. Leider hatten wir kein Glück und haben außer Fußspuren und Extremitäten nichts gefunden. Als wir dann nach ein paar Stunden wieder zurück zum Auto wollten, hatte uns die Flut ein wenig eingeschlossen, was zu sehr waghalsigen Klettereinlagen führte und wir dann schlussendlich einen Umweg durch den Wald nehmen musste. Alles in Allem jedoch ein sehr geiler Tag.

Ich habe weiterhin nach normalen Jobs gesucht und mich fast überall beworben was für mich in Frage kam, jedoch habe ich bis heute noch keine einzige Rückmeldung erhalten. Was bedeutet, dass sich die Option mit der Dishwasherposition doch bewährt hatte. Nach also nun gut einem Monat habe ich also jetzt einen Job in dem ich Geld verdienen kann. Die Arbeit ist eigentlich ganz ok. Ich muss hauptsächlich Geschirr spülen, aber auch teilweise Essen zubereiten und Lebensmittel in verschiedene "Lagerräume" verteilen, bzw. herbei holen. Das coole allerdings ist, dass ich jeden Tag eine Mahlzeit bekomme und die Leute wissen wirklich wie man kocht. Das Essen dort ist wirklich sehr gut und die Menschen mit denen ich arbeite sind sehr nett. Schlussendlich also eine gute Entscheidung.

Ich hab mir jetzt bis Ende Oktober ein Einzelzimmer hier im Hostel genommen und dafür doch schon ein wenig mehr Geld investiert als ursprünglich geplant, aber ich glaube ich werde dennoch gut Geld zu Seite legen können. Im November habe ich vielleicht die Möglichkeit in die Wohnung meines ehemaligen "Bosses" zu ziehen, da dieser nach Südamerika fliegt. Kostenpunkt dort wäre bloß 400$, also ein echtes Schnäppchen. Ich werde allerdings sehen was sich ergibt, wie jedes Mal halt.

Also, wir hören wieder voneinander.
Bis dahin

Lg Ben

Dienstag, 6. September 2011

Victoria

Hey ich bin es mal wieder,
Ich hab nun schon meine erste Strecke innerhalb Kanadas zurück gelegt und zwar bin ich von Vancouver nach Victoria gereist. Nun ja, gereist ist vielleicht der falsche Ausdruck, am Freitag ist eine Freundin von mir, die Tammi, von Victoria nach Vancouver gekommen und hat mich quasi von dort abgeholt. Nun liegt Victoria auf Vancouver Island, was eine Insel westlich von Vancouver ist, was bedeutet das es eigentlich nicht so schnell geht einfach mal nach dorthin zu reisen, doch Verbindungen sind wie jeder weiß nun mal alles. Ihr Bruder arbeitet bei der "Harbour Air" was bedeutet dass ich kostenlos mit einem Wasserflugzeug von Vancouver nach Victoria fliegen konnte. Das war echt geil, man hatte einen grandiosen Blick auf die Skyline von Vancouver und dann eine sehr schöne Aussicht über die Landschaft die Victoria umgibt.

Am ersten Abend dort sind wir dann in ein Restaurant gegangen welches auf einer Dachterrasse liegt und das geilste daran ist, dass man direkt nebenan auf dem Dach hätte Volleyball spielen können. Man muss allerdings sagen das die Menschen hier in Kanada sehr strikt im Umgang mit Alkohol sind. Als wir dort hinein gegangen sind wurden wir alle erstmal nach unseren Ausweisen gefragt und das nur um in ein Restaurant zu gehen. Das legale Alter um hier Alkohol konsumieren zu dürfen ist 19. Rückblickend betrachtet war es dann doch eine gute Entscheidung zu erst nach Neuseeland zu gehen und dann erst nach Kanada, da man in Neuseeland ja schon mit 18 trinken darf. Wie dem auch sei, das Bier hier taugt nicht wirklich viel, es hat zwar die angemessene Prozentzahl, jedoch sättigt es mich nicht im geringsten. Im Grunde kann man einen Pint nach dem anderen trinken und wundert sich dann warum man so betrunken ist. Allerdings wird mir das glaub ich nicht passieren, da man hier ohne weiteres für einen Pint locker 6$ zahlt, was umgerechnet so etwa 4,50€ sind.

Ich hab dann das Wochenende bei Tammi verbracht, ihren Bruder und ihre Mitbewohnerin kennengelernt, was alles sehr nette Menschen sind. Ihre Mitbewohnerin, die Laura, hat mich dann auch am Sonntag mit zum Golfspielen eingeladen, was mich erstmal ein wenig stutzig gemacht hat, da ich das ja noch nie getan hab, allerdings hat es sich dann herausgestellt dass ich sie und noch einen Freund von Ihr (hauptsächlich durch mein Handicap) besiegt habe. Im Anschluss sind wir dann noch zu 4. zu einem See in der Nähe von Victoria gefahren. Ich hab also innerhalb von einer Woche doch schon einiges mitmachen können, was mich doch sehr freudig stimmt.

Jetzt sitze ich hier in einem Hostel in Victoria, genannt das Ocean Hill Inn, und werde mich dann schon mal auf die Suche nach einem Job machen. Ich hab übrigens auch schon ein Konto eröffnet, eine neue SIM karte gekauft, was gleichbedeutend ist damit ist, dass ich eine neue Handynummer habe, wer die haben möchte, bzw. noch nicht hat kann mich ja einfach anschreiben. Außerdem war ich grad beim Canada Service Center und hab meine Social Insurance Numer beantragt und erhalten. Ich kann jetzt also anfangen mit arbeiten.

So ich glaub ich mach mir jetzt erstmal was zu Essen und werde dann mal sehen was sich so ergibt.
Bis später
Lg Benny

Dienstag, 30. August 2011

Willkommen in Kanada

Herzlich Wilkommen von dem ungefaehr 5000km entfernten Ort names Vancouver.
Ich schaffe es wie auch letztes Mal direkt nach meiner Ankunft meinen Blog zu schreiben was ich doch als sehr loeblich empfinde.
Bei mir ist es jetzt 10.45 Uhr und ich hab schon einiges geleistet. Ich musste heute morgen gleich mal in der Innenstadt nach einem Laden suchen der mir ein altes Nokia Ladegeraet verkauft, was sich aus 2 verschiedenen Gruenden als schwierig erwies, da, Punkt eins, es sich als schwierig herausstellte vor 9 Uhr einen Laden zu finden der schon offen hatte, mal ganz abgesehen davon das es allgemein schwierig war einen passenden Elektronikladen zu finden. Und als zweites handelte es sich um ein altes Nokia Ladegeraet und natuerlich findet man das auch nicht in jedem Laden. Naja, nach ungefaehr einer Stunde hatte ich es dann.
Ausserdem hab ich mein Netbook, was leider Gottes schon in Deutschland kaputt gegangen ist, zu einem Laden gebracht der das gute Stueck fuer mich wieder in Gang setzten wird. Das dauert dann wiederum einen Tag und kostet mich 185$.
Das Hostel in dem ich zur Zeit wohne ist nicht so unbedingt der Brueller. Zwar hat man hier kostenloses WLAN, doch bringt einem das recht wenig wenn der Laptop nicht funktioniert. Es gibt hier keinen Raum zum Socialising und eine Kueche gibts auch nicht. Nur einen Kuehlschrank und einen Wasserkocher, sowie einen Toaster. Naja, ich werde ja nicht lange hier wohnen bleiben.
Hatte heute ebenfalls dann Kontakt mit der Freundin die mich aus Vancouver abholen wird und ich dann bei ihr fuer ne Weile bleiben kann. Das wird sicher lustig.
Nun ja. Ich werde dann heute Abend mal versuchen meinen Jetlag mit ein paar Bier zu bekaempfen und mal herausfinden was das Bier denn hier so taugt.
Wir hoeren alle voneinander.
Bis die Tage
Benny